Umzug von Luxemburg in die Schweiz – Mellinckrodt 2 SICAV wird liquidiert. M3 folgt im neuen Jahr.

Auf Vorschlag des Initiators Mellinckrodt & Cie. AG hat der Verwaltungsrat der Mellinckrodt 2 SIVAC beschlossen, das Liquidationsverfahren für die Gesellschaft und den Fonds in die Wege zu leiten.

1.
Was bedeutet dies für die Investoren?
Der Fonds ist ab heute für Anteilscheinausgaben und -rücknahmen geschlossen. Dies ist erforderlich, um die Gleichbehandlung der Anleger zu gewährleisten. Die Liquidationskosten in Höhe von ca. 1 % werden so gleich auf alle Anleger verteilt. Andererseits wird sichergestellt, dass alle Anleger den Wertzuwachs durch die dem Fonds noch zustehenden Quellensteuererstattungsansprüche ebenfalls in gleicher Weise gutgeschrieben bekommen. Diese können Stand heute noch nicht genau beziffert werden und sind deshalb auch nicht im aktuellen Fondspreis berücksichtigt. Es ist aber durchaus möglich, dass die auf die Investoren entfallende Gutschrift aus noch nicht zurückbezahlten Quellensteuern deutlich höher als die Liquidationskosten sein wird.

2.
Was passiert mit dem Fondsvermögen?
Der Fonds wird vorerst genauso weitergemanagt wie bisher. Nach heutiger Planung wird das Fondsvermögen zum Jahresende vollständig liquidiert. Da der Fonds keine illiquiden Anlagen hält, stellt dies kein Problem dar und kann innerhalb eines Handelstages erfolgen. Unabhängig davon kann das Fondsmanagement weiterhin Käufe und Verkäufe im Sinne der Anleger durchführen.

3.
Ab wann kommen die Investoren an ihr Geld?
Nach aktueller Planung wird der Fonds zum Jahresbeginn 2020 wieder geöffnet. Unabhängig von der bis zu neun Monate dauernden Liquidation können alle Anteilseigner Anfang Januar ihre Anteile zurückgeben. Die Rückzahlung erfolgt dann entsprechend der Prospektregeln (T+5). Der Zeitraum, in dem Investoren liquidationsbedingt nicht im Aktienmarkt investiert sind, wird sich deshalb nur auf wenige Tage belaufen, wenn sie Anfang Januar eine neue Aktienanlage vornehmen. Die bei anderen Liquidationen vorkommende monatelange Blockade der Gelder auf Festgeldkonten wird durch die gewählte Vorgehensweise nahezu vollständig vermieden.

4.
Warum wird der Fonds liquidiert?
Die Liquidation des Fonds hat mehrere Gründe. Als Hauptgrund ist die Tatsache zu benennen, dass sich der früher wachsende Markt für aktive Aktienfonds in einem eindeutigen Schrumpfungsprozess befindet. Dies hat zur Folge, dass Investoren nicht mehr nach Diversifikationsmöglichkeiten in einem größer werdenden Markt suchen, sondern ihre Anlage in den marktführenden Produkten konzentrieren. Da es uns leider nicht gelungen ist, die Schallmauer von € 100 Mio. Fondsvermögen zu überschreiten, haben wir bereits vor einem Jahr entschieden, den aktiven Vertrieb in Deutschland einzustellen und neue Wege zu beschreiten.

Es gibt aber auch noch weitere Gründe, die uns bewogen haben, den Fonds zu schließen. Diese liegen ganz wesentlich darin, dass wir aufgrund der starken Veränderungen im politischen Raum zukünftig als Fondswährung den Schweizer Franken bevorzugen. In schwachen Marktphasen tendiert diese Währung ohnehin zur Stärke und vielen dürfte entgangen sein, wie stark sich der Schweizer Franken seit Euroeinführung aufgewertet hat. Damals lag der Kurs zum Euro bei rund CHF 1,6, heute sind es ca. CHF 1,1.

Das regulatorische Umfeld ist ein weiterer Grund: Wenn Berliner Politiker im Zusammenhang mit einem potenziellen ungeregelten harten Brexit von einem generellen Shortverbot fabulieren, dann sind das Maßnahmen, deren Tragweite größer sein wird als die Auswirkungen der bereits eingeführten Regulierung im Wohnungsbau in Berlin. Wir bevorzugen rationaler agierende Regulatoren wie zum Beispiel diejenigen in der Schweiz oder zukünftig auch in England, wenn die Brexitfrage endlich entschieden ist.

5.
Was verbirgt sich hinter M3?
Da unser neues Produkt nicht zum öffentlichen Vertrieb in der EU zugelassen sein wird, können wir auf dieser Webseite Stand heute keine Informationen darüber geben. Qualifizierte Anleger werden im persönlichen Gespräch gerne beraten. Unsere Kontaktdaten finden Sie auf dieser Webseite.


Georg Oehm

Dr. Georg Oehm arbeitet seit seiner Banklehre Mitte der 80er Jahre in Frankfurt "rund um die Börse". Nicht nur die Diplomarbeit über den Kurssturz 1987 und seine Promotion über den Rohstoffhandel von Kupfer hatten mit der Börse zu tun. Auch Unternehmenskäufe, Verkäufe und die Begleitung von IPOs gehörten zu seinen Tätigkeiten. Mellinckrodt & Cie hat als Family Office seit 2008 zwei Aktien-Fonds in Luxemburg initiiert. Das hierbei gewonnene Know-how in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Portfoliomanagement, Vertrieb und Kommunikation ist die Basis für den derzeit stattfindenden Aufbau weiterer Geschäftsaktivitäten rund um das Thema Kapitalanlage mit Bezug zur Schweiz.

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