Positive Wertentwicklung am Jahresende – Outperformance durch Long-Short-Strategie

1. Was für Fondsinvestoren wichtig ist

Die seit Monaten defensive Positionierung des Fonds wirkte sich im Dezember deutlich positiv aus.
Während nahezu alle Aktienfonds auf ein und zwei Monate hohe negative Renditen aufwiesen, stand bei Mellinckrodt der Kapitalerhalt im Vordergrund. Die Absicherungsstrategie funktionierte wie gewünscht.

Die gute Performance im Dezember führte dazu, dass Mellinckrodt beim Citywire Fonds & Fondsmanager-Rating im Dezember den Spitzenplatz unter allen aufgeführten 418 Aktienfonds mit Fokus Europa belegte.

– Outperformance auf fünf Jahre
Seit Auflage des Fonds vor fünf Jahren wurde damit eine Performance erzielt, die besser ist als diejenige aller relevanten passiven Vergleichsindizes. Dies gilt nicht nur für die abgebildeten Indizes DAX und Stoxx Europe 600, sondern auch für den Schweizer SMI und den MSCI World.

Auch im Vergleich zu den aktiven Fonds „Top European Ideas“ und „Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen“ erzielt Mellinckrodt ein ansprechendes Ergebnis. DAX-Anleger verdienten in den fünf Jahren etwa 5 %, Käufer des Mellinckrodt und der beiden anderen dargestellten aktiven Fonds erreichten mehr als 20 % Wertzuwachs.

Das Fondsportfolio war auch im Dezember nicht nur abgesichert, sondern der Fonds war per Saldo „Netto Short“ positioniert. Die positive Wertentwicklung im Dezember und die deutliche Outperformance im Vergleich zum DAX und anderen Indizes im vierten Quartal 2018 wurden hierdurch erreicht.

Der Fonds ist in hohem Umfang investiert, aber die Netto-Investitionsquote (Long-Investitionen minus Short-Investitionen) war im vierten Quartal trotzdem relativ gering (hellgrüne Fläche).

Neben dem Renditevergleich ist ja auch das eingegangene Risiko für Vergleiche von großer Bedeutung. Unter Einbeziehung der Volatilität belegt Mellinckrodt weiterhin eine attraktive Position im Vergleich gerade mit passiven Indexfonds.

– Kapitalerhalt weiter Hauptanlageziel
Auch wenn derzeit die Bear-Market-Rally läuft. Kapitalerhalt ist für uns bis auf weiteres das wesentliche Anlageziel. Wie bereits im Herbst mitgeteilt, bleiben wir dabei, dass wir dieses Ziel für wichtiger einstufen als die Teilnahme an kurzfristigen Markterholungen. Zur Frage, wann wir wieder in den Aktienmarkt einsteigen, schauen Sie doch in die aktuelle Notiz zum Aktienmarkt.

 

2. Anmerkung in eigener Sache

Die weiterhin defensive Positionierung, aber auch die generell eingetrübten Perspektiven für Weltwirtschaft und Aktienmärkte haben dazu geführt, dass der Fonds aus Sicht der Mehrzahl der gegenwärtig noch investierten auf Privatanleger ausgerichteten Dach- und Mischfonds nicht mehr eine so attraktive Anlage darstellt wie in den letzten Jahren. Die Gründe sind unterschiedlich, aber es fällt schon auf, dass einige unserer bisherigen Investoren wohl weiterhin einfach viel bullisher zum Aktienmarkt eingestellt sind als wir.

Die bereits angekündigten Anteilsrückgaben werden zu einer deutlichen Reduktion des Fondsvolumens im ersten Quartal 2019 führen. Der Fonds weist eine historisch hohe durchschnittliche Marktkapitalisierung der gehaltenen Aktien von rund 15 Mrd. Euro auf. Die Bedienung der Anteilsrückgaben ist deshalb kein Problem – im Unterschied zu vielen anderen Aktienfonds, die sich ihre Small Caps immer noch gesundbeten.

Dieser Sachverhalt ermöglicht es, die Vertriebsstrategie für Mellinckrodt neu zu überdenken. Unser Fokus wird sich wahrscheinlich eher weg vom Fondsmarkt für Kleinanleger in Deutschland hin zu ausgewählten Vermögensverwaltern und Familiy-Offices in der Schweiz verlagern. Außerdem prüfen wir eine noch stärkere Positionierung in Richtung Long-Short – also „Hedgefonds“. Interessant sind aus unserer Sicht derzeit alle Lösungen, bei denen wir unsere umfangreiche Kapitalmarkterfahrung als Dienstleistung noch besser an die Bedürfnisse von Großanlegern anpassen können. Wenn Sie hierzu Anregungen, Ideen oder Wünsche haben, sprechen Sie uns gerne an.

Das heißt nicht, dass wir uns vom deutschen Endanlegermarkt verabschieden, aber dieser steht für uns nicht mehr so im Fokus, wie in den letzten zwei Jahren. Die Reise geht wohl eher in die Alpen oder an andere Standorte außerhalb des direkten Zugriffs so schräger Politiker wie es solche sind, die zum Beispiel in Berlin mit Enteignungen von Wohnungseigentümern auf billige Weise Stimmen fangen und Geld anderer unverdient absahnen wollen.


Georg Oehm

Dr. Georg Oehm arbeitet seit seiner Banklehre Mitte der 80er Jahre in Frankfurt "rund um die Börse". Nicht nur die Diplomarbeit über den Kurssturz 1987 und seine Promotion über den Rohstoffhandel von Kupfer hatten mit der Börse zu tun. Auch Unternehmenskäufe, Verkäufe und die Begleitung von IPOs gehörten zu seinen Tätigkeiten. Seit 2008 bei Mellinckrodt aktiv ist er heute Verwaltungsrat der Mellinckrodt 2 SICAV in Luxemburg, die mit Mellinckrodt German Opportunities einen UCITS-Fonds anbietet, der einen Private Equity-Ansatz nutzt, um Anleger vor den Fallstricken der Behavioural Finance zu schützen.

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