Auch im August keine Richtungsentscheidung

I. Was für Fondsinvestoren wichtig ist

  • Die Entwicklung des Fondspreises in 2018 ist weiter unbefriedigend, insbesondere im Vergleich zu den Vorjahren.
  • Seit der letzten Juli-Woche, in der wir das Portfolio stark angepasst haben, entwickelt sich der Fonds zwar besser als der DAX, aber auch das hilft nicht weiter, da Dax und Fondspreis immer noch fallen.
  • Bisher – und das gilt immer noch – sind wir davon ausgegangen, dass die von uns präferierten Sektoren per Saldo in 2018 steigen werden. Dies gilt nicht mehr für die bisher von uns präferierten europäischen und amerikanischen Technologieaktien (Schwerpunkt bei Zulieferern Semiconductor). In diesem Bereich haben sich die Perspektiven – auch aufgrund des Verhaltens der Chiphersteller (siehe Notiz „Wackeliger September“) deutlich eingetrübt und wir haben deshalb bis auf eine Restposition beim Semiconductor-Zulieferer und Roboterhersteller Teradyne alle Aktien dieses Sektors verkauft. Dieser Bereich hat in den letzten Monaten stark zur Underperformance des Fonds beigetragen. Ein früherer Ausstieg wäre sicher besser gewesen.
  • Unabhängig davon haben wir uns ja auch schon seit Monaten weitestgehend von allen Small- und Micro-Cap-Aktien verabschiedet, weil diese im Krisenfall nicht sinnvoll abgesichert werden können. Der Fonds ist klar fokussiert auf Large Caps mit Fokus Qualität. Die durchschnittliche Market Cap der 30 Aktien liegt bei über 8 Mrd. €.
  • Wir erwarten, dass sich das Börsenklima in Q4 deutlich aufhellen wird. Die „midterm elections“ in den USA könnten Donald Trump dazu motivieren, eine signifikante Veränderung seiner Strategie vorzunehmen, damit der derzeit sehr negative Einfluss der verschiedenen Handelskonflikte die Wahlchancen der Republikaner nicht über Gebühr negativ beeinflusst. Wir setzen darauf, dass hierdurch zumindest ein Teil der Underperformance in Q4.2018 wieder aufgeholt werden kann.
  • Kurzfristig – im September – gehen wir allerdings von zunächst noch fallenden oder seitwärts laufenden Kursen aus. Deshalb haben wir das Portfolio im Moment – im Unterschied zur Positionierung Ende August – relativ stark durch Futures abgesichert.
  • Sollte der Aktienmarkt noch stärker fallen, sind wir gut vorbereitet, um dies durch zusätzliche Absicherungen abzufedern. Wir sind aber noch nicht bereit, uns von allen Aktien zu trennen, weil der finale Anstieg dieses Börsenzyklus wohl noch bevorsteht.
  • Leider nehmen zum Ende des Zyklus die Schwankungen deutlich zu. Dem versuchen wir dadurch entgegenzuwirken, dass wir nicht nur Indexfutures, sondern vermehrt auch an der Eurex gehandelte Single Stock Futures (SSFs) einsetzen. Dabei handelt es sich um Futures, die sich nicht auf Indizes, sondern auf einzelne Aktien beziehen. Hierdurch ist ein sehr passgenaues Hedging möglich. Dadurch wird das Risiko reduziert, dass bei steigenden Märkten hohe Verluste auf die Absicherung anfallen. Da wir überwiegend hoch oder sehr hoch kapitalisierte Aktien im Fonds halten, können wir SSFs bei fast allen Titeln einsetzen.

II. Ausblick

Lesen Sie hierzu bitte die Notiz zum Aktienmarkt „Wackeliger September“.


Georg Oehm

Dr. Georg Oehm arbeitet seit seiner Banklehre Mitte der 80er Jahre in Frankfurt "rund um die Börse". Nicht nur die Diplomarbeit über den Kurssturz 1987 und seine Promotion über den Rohstoffhandel von Kupfer hatten mit der Börse zu tun. Auch Unternehmenskäufe, Verkäufe und die Begleitung von IPOs gehörten zu seinen Tätigkeiten.Seit 2008 bei Mellinckrodt aktiv ist er heute Verwaltungsrat der Mellinckrodt 2 SICAV in Luxemburg, die mit Mellinckrodt German Opportunities einen UCITS-Fonds anbietet, der einen Private Equity-Ansatz nutzt, um Anleger vor den Fallstricken der Behavioural Finance zu schützen.

E-Mail-Newsletter

Erhalten Sie monatlich die wichtigsten Infos zu Mellinckrodt in Ihr E-Mail Postfach und bleiben Sie stets über Beiträge und Veranstaltungen informiert.

Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

© 2018 Mellinckrodt 2 SICAV ・ 4, rue Thomas Edison ・ L-1445 Strassen, Luxembourg