Welcome back to Goldsmith-Banking

Für die nächsten Monate gehen wir grundsätzlich von einer weiter positiven Entwicklung am Aktienmarkt aus. Die politischen Risiken sind in den Hintergrund getreten, der DAX hat neue All-time-Highs erreicht und die englische Presse spricht von der Rückkehr zum Goldsmith-Banking.

Bei negativen Zinsen für Kassehaltung denken viele Anleger darüber nach, ob sie ihr Geld nicht einfach in den Tresor legen – beim Goldschmied zum Beispiel. Der zahlt zwar keine Zinsen, aber wenn die ein oder andere Münze irgendwann zu Schmuck verarbeitet wird, hebt er weitere Münzen seiner Kunden gerne in seinem Tresor auf.

In der Schweiz – so ist zu hören – haben institutionelle Anleger bei der Nationalbank versucht, größere(!) Beträge in Banknoten von ihren Konten abzuheben. Die Nationalbank hat dies wohl abgeleht – unter Hinweis auf Sicherheitsrisiken beim Transport. Das Problem haben Sie wahrscheinlich nicht. Die Schweiz bietet neben der kleinsten Goldmünze der Welt, dem Gold-Vrenili auch den wertvollsten Geldschein der Welt: Nominalwert 1000,00 Schweizer Franken. Ein Bild des Basler Kunsthistorikers Jacob Burckhardt und des Palazzo Strozzi in Florenz ziert das auch optisch gelungene Stück. Seit Singapur die Ausgabe der 10.000er Note wieder eingestellt hat, ist dieser Schein die teuerste, derzeit in Ausgabe befindliche Banknote der Welt.

Wer derzeit Aktien kauft

Nicht nur George Soros (Börsen-Zeitung vom 19. Februar) schichtet in Europäische Aktien um, auch die amerikanischen Value-Investoren von Tweedy Brown geben sich als Freunde des deutschsprachigen Raums zu erkennen. Robert Wyckhoff erklärte in der Finanz und Wirtschaft vom 11. März: „Ob der Markt günstig oder teuer ist, interessiert uns weniger. Wir suchen günstig bewertete Aktien. … Der Anlagenotstand ist nicht der Grund, warum wir Novartis, Nestlé oder Diagio halten. … Qualitätstitel wie Nestlé handeln nur in einem Bärenmarkt wie während der Finanzkrise oder bei temporären Schwierigkeiten im Unternehmen wirklich günstig.“ Anders gesagt: „Es war schon immer etwas teuer, einen besonderen Geschmack zu haben“. Das gilt in besonderer Weise auch am Finanzmarkt.

PS:
Nicht nur Goldschmiede erleben neue Aufmerksamkeit.
Auch ein anderes Phänomen:

… und ein Anleger wird zitiert:

Das wissen wir auch nicht genau, aber wir machen kaum etwas anders, als Firmen anzuschauen, die interessante Perspektiven haben. Wenn wir keine mehr finden, steigt automatisch unsere Kassequote.


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Georg Oehm

Dr. Georg Oehm arbeitet seit seiner Banklehre Mitte der 80er Jahre in Frankfurt "rund um die Börse". Nicht nur die Diplomarbeit über den Kurssturz 1987 und seine Promotion über den Rohstoffhandel von Kupfer hatten mit der Börse zu tun. Auch Unternehmenskäufe, Verkäufe und die Begleitung von IPOs gehörten zu seinen Tätigkeiten. Mellinckrodt & Cie hat als Family Office seit 2008 zwei Aktien-Fonds in Luxemburg initiiert. Das hierbei gewonnene Know-how in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Portfoliomanagement, Vertrieb und Kommunikation ist die Basis für den derzeit stattfindenden Aufbau weiterer Geschäftsaktivitäten rund um das Thema Kapitalanlage mit Bezug zur Schweiz.

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